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Herausforderungen, mit denen Reinigungsunternehmen in Europa konfrontiert sind

Die Reinigungsbranche in Europa steht vor erheblichen Herausforderungen, die in den letzten Jahren zunehmend spürbar geworden sind. Plattformen wie Batmaid und Happy Helper haben sich kürzlich aus Märkten wie Polen und Deutschland zurückgezogen – ein Zeichen dafür, dass das Geschäftsumfeld schwieriger geworden ist als noch vor zehn Jahren. Hier sind einige der größten Schwierigkeiten, die Reinigungsunternehmen heute in Europa bewältigen müssen.

1. Hoher Wettbewerb durch Privatpersonen

Der Wettbewerb mit selbständigen Reinigungskräften hat sich verstärkt. Dank sozialer Medien und Plattformen wie Facebook-Gruppen können Kunden innerhalb weniger Stunden einen Reinigungskraft finden und sogar Preise vergleichen oder verhandeln. Diese schnellen und flexiblen Angebote setzen Plattformen unter Druck, die mit engen Margen arbeiten. Dadurch bleibt oft wenig Budget für Investitionen in die Digitalisierung, obwohl ein innovatives digitales Produkt der zentrale Wettbewerbsvorteil sein könnte. In den letzten zehn Jahren hat sich das Produktdesign vieler Plattformen jedoch kaum verändert.

2. Sinkende Preise und Investitionsschwierigkeiten

Angesichts des Überangebots auf dem Markt sind Plattformen gezwungen, ihre Preise ständig zu senken und Rabattaktionen anzubieten. Gleichzeitig ist es für viele nahezu unmöglich, Investitionen zu erhalten. Die große Boom-Phase der Reinigungsplattformen liegt fast ein Jahrzehnt zurück, als Unternehmen wie Batmaid, Handy HQ, Freska oder Qlean.ru noch erfolgreiche Finanzierungsrunden abschließen konnten. Die Hoffnung, dass es einen „Uber für Reinigungen“ geben würde, hat sich nicht erfüllt.

Einige Ausnahmen wie Stepapp, das 2022 eine Finanzierungsrunde abschließen konnte, zeigen, dass es noch Bewegung auf dem Markt gibt. Doch selbst der Gründer dieses Unternehmens übernimmt persönlich die Bearbeitung zahlreicher Anfragen, wie es auch kleinere, selbständige Reinigungskräfte tun – so sieht die Realität aus, in der Unternehmen heutzutage um Aufträge kämpfen.

3. Komplexität des Service und geringe Kundenbindung

Die Reinigungsdienstleistung ist komplex, mit geringen Rückkehrquoten und einer gewissen Kundenmüdigkeit im Laufe der Zeit. Kunden wechseln oft zu günstigeren Anbietern oder gehen direkt zu selbständigen Kräften über. Plattformen, die seit zehn Jahren am Markt sind, sehen sich mit steigenden Kundengewinnungskosten konfrontiert. Hinzu kommen Reputationsprobleme: Über die Jahre sammeln sich negative Bewertungen, die langfristig das Image des Unternehmens belasten können.

4. Direkte Zusammenarbeit zwischen Kunden und Reinigungskräften

Im Gegensatz zu Bereichen wie Essenslieferungen oder Fahrdiensten können Kunden in der Reinigungsbranche problemlos direkt mit den Dienstleistern arbeiten. Dies ist für Plattformen eine enorme Herausforderung, da sie oft nicht in der Lage sind, diese direkte Interaktion zu verhindern. Kunden bevorzugen es, die Reinigungskräfte, die sie bereits kennen, direkt zu kontaktieren und sich dabei möglicherweise die Servicegebühr der Plattform zu sparen.


Positive Entwicklungen: Übernahmen und Expansion

Trotz der vielen Schwierigkeiten gibt es auch positive Nachrichten aus der Branche. Freska, eines der führenden Reinigungsunternehmen, hat kürzlich seinen größten Konkurrenten übernommen – ein Deal, der auf schätzungsweise 10-12 Millionen Euro beziffert wird. Darüber hinaus expandieren einige Unternehmen weiterhin in neue Märkte: In Polen beispielsweise wird CleanWhale im Jahr 2024 die achte Stadt, Lublin, in sein Netzwerk aufnehmen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Branche angesichts dieser Herausforderungen entwickelt, doch die wenigen Unternehmen, die sich behaupten, sind bereit, neue Strategien zu entwickeln und den Markt weiter mitzugestalten.

Cleanwhale.de
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